Festgeld und Tagesgeld

Auf der Suche nach einer geeigneten Anlagemöglichkeit sieht man sich oft mit vielen Hürden konfrontiert. Das ist auch kein Wunder denn schließlich gibt es heute so viele Angebote auf dem Markt wie nie zuvor. Vom klassichen Sparbuch über das Tagesgeldkonto bis hin zum Festgeld gibt es sehr viele Varianten und somit fällt die Wahl natürlich nicht immer leicht. Wofür man sich letztendlich entscheiden sollte, hängt von einigen Faktoren ab.

Beinahe jeder ist mit dem System des Sparbuchs vertraut. Während man vor einigen Jahren noch tatsächlich ein kleines Buch erhalten hat, in welchem alle Umstätze eingetragen wurden, benutzt man heute normalerweise eine Bankkarte. Doch das Sparbuch eignet sich nur bedingt als Anlagemöglichkeit denn die Verzinsung kann man eigentlich nur als mäßig bezeichnen und liegt in aller Regel unter dem EZB-Leitzins. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass immer weniger Menschen auf diese Option zurückgreifen.

Etwas anders verhält es sich hingegen beim so genannten Tagesgeldkonto. Diese Variante ist sicherlich am flexibelsten da man wie beim Sparbuch jederzeit auf sein Guthaben zugreifen kann. Binnen weniger Sekunden kann man es in der Regel auf sein Girokonto überweisen lassen. Andere Transaktionen wie beispielsweise Überweisungen, Lastschriften und dergleichen können mit einem solchen Konto jedoch nicht durchgeführt werden. Durch die Tatsache, dass Tagesgeldkonten nur online geführt werden, fallen für die Bank weniger Kosten an. Diese Ersparnis wird an den Kunden weitergegeben, der sich dann über etwas höhere Zinsen als beim Sparbuch freuen kann. Doch auch hier liegt die Verzinsung eigentlich immer unter dem Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank, meistens besteht eine Differenz von 0,1%.

Das Festgeldkonto ist für Menschen empfehlenswert, die eine größere Summe über längere Zeit anlegen möchten. Generell kann man sagen, dass die Verzinsung höher wird, je größer die Einlage ist. Wer also viel Geld anlegt, kriegt dementsprechend auch eine viel bessere Verzinsung. Der Nachteil dieser Anlage ist jedoch, dass man nicht jederzeit auf Sein Vermögen zugreifen kann. Erst nach einem vorher vereinbarten Zeitraum ist dies möglich. Dafür garantiert das Kreditinstut jedoch einen bestimmten Zinssatz, der sich auch nicht ändern darf. Beim Tagesgeldkonto kann sich dieser hingegen täglich ändern. Das Festgeldkonto hat also durchaus einige Vorteile aufzuweisen. Ob man sich dafür entscheiden sollte, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: Die Höhe sowie die Dauer der Einlage bestimmen darüber, um wie viel prozent man sein Vermögen vermehren kann. Insgesamt kann man also sagen, dass das Festgeld weniger flexibel ist als die Tagesgeldvariante, dafür kann man aber mit höheren Zinsen rechnen.

Doch auch beim Festgeldkonto gibt es unterschiedliche Optionen. Man sollte sich also bei Vertragsabschluss genau informieren denn schließlich möchte man sein Vermögen möglichst sinnvoll und sich anlegen. Normalerweise unterscheiden die Banken zwei unterschiedliche Formen bei der Festgeldspareinlage. Man spricht von Kündigungsgeld und Festgeld. Bei der zuerst genannten Variante besteht die Möglichkeit, eine Kündigungsfrist mit der Bank zu vereinbaren. Da es sich bei dieser Form um eine unbefristete Einlage handelt, ist der Zinssatz dementsprechend auch variabel. Nach Ablauf der Frist handelt es sich jedoch wieder um ein normales Festgeldkonto und in Konsequenz ist auch der Zinssatz fest. Beim Festgeld, auchTermingeld genannt, wird bei Vertragsabschluss ein Termin vereinbart. An diesem Fälligkeitstag kann der Kunde auf sein Guthaben zugreifen und bis zu diesem Termin darf sich auch die Verzinsung nicht ändern. Wenn man das Konto nach dem Fälligkeitstag weiterführen möchte, gilt meistens der aktuelle Zinssatz.

 

Normalerweise kann man also davon ausgehen, dass Festgeldkonten eher zur mittelfristigen Anlage taugen. Wer jederzeit flexibel sein möchte, sollte sich eher für das Tagesgeldkonto entscheiden. Übrigens werden Festgeldkonten in aller Regel automatisch verlängert, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Normalerweise werden sie dann noch einmal für die gleiche Dauer weitergeführt. Am Fälligkeitstag wird immer der vereinbarte Zinssatz gutgeschrieben, verlängert man also die Lautzeit, greift auch der Zinseszinseffekt. Ob sich das lohnt muss natürlich jeder selbst entscheiden. Man kann aber generell sagen, dass sich diese Anlagemöglich erst bei höheren Summen bezahlt macht. Die meisten Banken bieten die Möglichkeit auch erst ab einer Einlage von mindestens 5000 Euro an.

Wie findet man also das beste Festgeldangebot und worauf sollte man bei Vertragsabschluss besonders achten? Diese Fragen sollte man sich stellen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet. Schließlich kann man dadurch nicht nur bares Geld sparen. Wer sich vorher ausreichend informiert, muss sich hinterher nicht über verlorenes Geld oder ungünstige Konditionen ärgern und schont somit auch seine Nerven. Schließlich möchte man eigentlich immer, dass das Ersparte möglichst sinnvoll und zu den bestmöglichen Konditionen angelegt wird. Doch auch die Sicherheit spielt für viele Menschen eine zunehmend große Rolle. Grade Personen mit einem sehr hohen Einkommen sind von dieser Problematik betroffen da Einlagen und Ersparnisse in der Regel nur bis zu einem bestimmten Wert durch den Staat versichert werden. In Anbetracht der Tatsache, dass immer mehr Länder innerhalb Europas in Zahlungsschwierigkeiten geraten und man in Konsequenz auch immer öfter von Wirtschaftskrisen und ähnlichem hört, ist der Sicherheitsaspekt für viele Menschen immer wichtiger geworden. Auch deswegen wird das flexible Tagesgeldkonto immer beliebter, da man hier jederzeit auf sein Guthaben zugreifen kann.

Worauf sollte man also bei Abschluss eines Festgeldvertrages achten? Wichtig ist es vorallem, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Denn die Unterschiede sind zum Teil nicht unerheblich. Während einige Kreditinstitute beispielsweise eine bestimmte Laufzeit vorschreiben, kann man bei anderen zwischen mehreren Optionen wählen. Das macht vorallem dann Sinn, wenn man sein Geld nicht über einen sehr langen Zeitraum anlegen möchte. Auch die Verzinsung kann sich von Bank zu Bank erheblich unterscheiden. Ein Vergleich macht also in jedem Fall sinn da man sich dadurch unter Umständen viel Geld sparen kann.

Was kann man zusammenfassend über das Festgeldkonto sagen? Zum einen ist es weniger flexibel als die Tagesgeldvariante. Dafür richtet sich die Verzinsung jedoch nicht nach dem Leitzins der EZB, welcher momentan extrem niedrig liegt. Bei einer sehr hohen Einlage sind beispielsweise Zinssätze von 2%  möglich und das macht sich natürlich bezahlt. Bei einer größeren Summe, die über längere Zeit angelegt wird, lohnt sich das Festgeldkonto also auf jeden Fall. Der interessierte Leser findet zu diesem Thema zahlreiche weiterführende Informationen im Internet und kann sich dort auf die Suche nach den günstigsten Konditionen machen.